Tiny Boarding Ranch
oder: Wie dieses kleine Haus entstanden ist!
Wenn du gerade in diesem Tiny House sitzt, wirkt alles vielleicht ziemlich simpel und basic.
Ein Bett.
Ein Tisch.
Eine kleine Küche.
Ein paar liebevoll ausgesuchte Dinge.
Aber ehrlich gesagt ist dieses Haus alles andere als tiny.
Es ist der erste physische Baustein einer Vision,
die ich seit über zehn Jahren in mir herumtrage.
Und wie bei vielen Dingen, die wirklich etwas bedeuten, war der Weg hierhin alles andere als gerade.
Die Idee begann vor so über zehn Jahren.
Vielleicht/ wahrscheinlich durch das Renovieren eines Wohnwagens.
Er stand auf der Wiese von meinem Freund, wir haben den über einen ganzen Sommer gepimpt und gefühlt jedes WE kamen andere zu „Besuch“ mit ihren Vans oder Wowa`s.
Es entstand Community.
Und dann irgendwann erbte sein Bruder ein Grundstück mit Teich.
Eigentlich nur eine Wiese, wir haben ein paar Wohnwägen hingestellt, am Wochenende zusammen abgehangen, einen Hochsitz gebaut, ne Outdoor Küche und ne Schaukel aufgehangen, ein Plums-Klo gebaut und hatten einfach die Idee, dass Menschen Orte brauchen, an denen sie zusammenkommen können. Punkt.
Ein bisschen Rasenmähen.
Ein bisschen reden.
Ein bisschen am Feuer sitzen.
Ein bisschen Leben teilen.
Und schon war eine Outdoor-Community-Space gegründet. Einfach so. Ausm Bauch - mit null Plan oder großer Geschäfts Absicht.
Es war schön.
Es war improvisiert.
Und es hat funktioniert.
Bis das Ordnungsamt kam.
Dann war das Projekt ziemlich schnell wieder vorbei - doch die Idee wollte weiter wachsen!
Die Idee ist nicht aus mir rausgegangen.
Diese Vision mit mir weiter gewachsen.
Durch jedes neue Projekt.
Durch Wohnungen.
Durch Baustellen.
Durch Jobs im Interior Design.
Durch Räume, die ich für andere Menschen gestaltet habe.
Ich habe über hundert Raumberatungen bei Menschen Zuhause gegeben, Fernsehsendungen ausgestattet, Büros eingerichtet, Wohnungen neu gestaltet.
Und immer wieder gemerkt:
Räume können unglaublich viel verändern.
Sie können Klarheit bringen.
Verbindung.
Ruhe.
Und irgendwann wurde mir klar, dass ich nicht mehr „nur“ Räume gestalten möchte.
ICH MÖCHTE ORTE ERSCHAFFEN
Das Hanfbach Haus -nicht nur ein Yoga Retreat Space
Kurz nach dem Fail mit dem Ordnungsamt, sind Fritz‘ Mieter aus diesem freistehenden Haus im Hanfbachtal ausgezogen.
Wir 2 hatten ja jetzt Community im Blut, hatten gemeinsam 2 Wohnwägen renoviert und diverse andere Räumlichkeiten zusammen gebaut und ausgebaut, beide begeisterte und langjährige Yogis - also war klar:
Dieses Haus kann nur ein Yoga Retreat / Ferienhaus werden!
11 Monate lang haben wir gebaut, renoviert, Decken geöffnet, Fensterlaibungen eingesägt, und uns immer wieder fast die Köpfe eingeschlagen, denn mitten im Umbau haben wir uns getrennt UND Corona kam!
Ich würde sagen, unter nun massiv erschwerten Bedingungen, haben wir es irgendwie geschafft, weiter durchzuziehen, um unserem Purpose zu folgen, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen sich in die Natur zurückziehen können, mit allen Annehmlichkeiten, die man trotzdem so benötigt.
Viel Weitblick, 2 Feuerstellen, 1 Fass Sauna am Hang mit Blick in den Wald, eine Wiese am Bach für Van Stellplätze, einen Wohnwagen als zusätzliche Übernachtungsmöglichkeit, einen Yoga Raum, der sich fast komplett öffnen läßt, und das alles nur 1 Std von Köln entfernt.
Ich werde nie vergessen, ich habe Donnerstags die Betten bezogen, Fotos gemacht für Airbnb, diese am nächsten Tag hochgeladen und das Inserat auf „öffentlich“ gestellt
- UND ABENDS HATTEN WIR DIE ERSTE BUCHUNG!!!!
MEIN PURPOSE ALS ORT: RAUM, IN DEM VERBINDUNG ENTSTEHEN KANN
Einen Ort erschaffen, an denen Menschen kurz bleiben oder länger.
Einen Ort, an dem jemand für ein Wochenende einzieht und plötzlich merkt, dass er wieder denken kann.
Einen Ort, an denen Menschen sich begegnen, die sich sonst nie getroffen hätten.
Einen Ort, der schön ist, ästhetisch designt, zum wohlfühlen einlädt.
Einen Ort, der Halt und Orientierung gibt.
Gemütlich, nicht kitschig.
Ein bisschen wie ein Zuhause, das nicht nur einem allein gehört.
…und dann kam sehr viel Portugal - Yoga und Workation!
Ich war auf sehr vielen Yoga Retreats und Workations in Portugal.
Das hat nochmal einiges in meinem Leben verschoben.
Zum ersten Mal so richtig leibhaftig zu spüren, wie es ist, wenn man sich m it anderen einen Ort teilt,
der gleichzeitig Rückzugsort und Begegnungsraum ist.
EIN Haus, in dem (fremde) Menschen wohnen.
Gemeinsam frühstücken.
Yoga machen.
Arbeiten.
Reden.
Leben.
Mir persönlich hat das UNFASSBAR gut getan!
Ich fühlte mich frei und selbstbestimmt unter Gleichgesinnten,
und dennoch nicht allein.
Angebunden.
Zugehörig.
Das menschliche Grundbedürfnis NÄHE gestillt.
Ohne Druck ohne Verabredung.
Einfach SEIN!
Und irgendwann dachte ich natürlich:
Warum gibt es eigentlich nicht mehr solcher Orte?
Warum gibt es immer nur entweder Hotels, Ferienhäuser für Familien oder
Single Travel Einsamkeit, es sei denn du kommst easy auf Hostel Mehrbett Zimmer klar.
Also habe ich selbst eine WORKATION angeboten, für eine kleine Gruppe aus Selbstständigen in Portugal an der Algarve.
Another trial - wie ist das temporär zusammen zu kommen unter einem Dach?
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Immerwieder und immer mehr wurde daraus die konkrete Vision:
Die Tiny Boarding Ranch.
Ein Ort mit kleinen Unterkünften.
Vielleicht ein paar Tiny Houses.
Vielleicht ein Wohnwagen.
Vielleicht ein Gemeinschaftstisch draußen.
Menschen können dort ein paar Tage bleiben.
Oder ein paar Wochen.
Oder Monate?
Arbeiten.
Schreiben.
Durchatmen.
Sonntags gibt es vielleicht ein großes Frühstück.
Nicht verpflichtend.
Aber meistens sitzen am Ende doch zehn Leute am Tisch.
Jemand erzählt, wie die Woche war.
Jemand anderes sucht Hilfe für ein Projekt.
Jemand hat einfach nur Lust auf Kaffee.
Ein Ort, der sich anfühlt wie Familie
– ohne dass man dazugehören muss.
DIESES TINY HOUSE IST DER ANFANG
Anfang 2024 habe ich in meinem gehosteten Visionboard Workshop ein Beispiel Tiny House aufgeklebt!
Anfang 2026 sitze ich in meinem eigenen Tiny House. Kann mich jemand kneifen?
Dieses Tiny House ist DER ANFANG von meiner großen Vision!
Nicht die fertige Ranch.
Nur der erste Baustein.
Ein erster Versuch.
In Echt.
Für echte Menschen.
Ein Ort, an dem man gut übernachten oder arbeiten oder einfach mal kurz raus aus dem Alltag kann.
Es ist klein- und es steht für etwas sehr Großes.
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Der Weg bis hierhin war, ehrlich gesagt, alles andere als easy.
Dieses Haus ist entstanden aus sehr viel Arbeit.
Durch sehr viele Gesprächen.
Durch viele Konflikte.
Mit Eigenkapital und einem Kredit.
Mit viel Glauben daran, dass es gut wird.
Mit wenig Bodenhaftung oder Sicherheit.
Durch Entscheidungen, die sich ziemlich verrückt angefühlt haben.
Durch Momente, in denen ich dachte:
Vielleicht sollte ich das alles einfach lassen?
Warum hab ich das bloß angefangen?
Was dachte ich mir bitte dabei?
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Und trotzdem bin ich immer wieder weitergegangen.
Weil ich diese Vision einfach nicht loswerde.
Die Geschichte geht nämlich gerade erst los.

























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